Hans-Heinrich Dieter

Verpasste Chancen!   (08.12.2018)

 

Es ist traurig aber wahr, ich werde die CDU in der n├Ąchsten Zeit nicht erneut w├Ąhlen k├Ânnen!

Die Aussicht, dass Angela Merkel den CDU-Vorsitz abgeben wird und ein besonders f├Ąhiger CDU-Politiker wie Friedrich Merz sich um die Nachfolge bewirbt, hat mich und gro├če Teile der CDU hoffnungsfroh gestimmt. Denn Merkel hat nicht nur die CDU herabgewirtschaftet sowie gespalten. Und Merz hat und kann alles, um einen Neuanfang erfolgreich zu gestalten.

Auf dem 31. Parteitag der CDU hat Merkel nun ihre Abschiedsrede gehalten und wurde mit freundlichem Beifall bedacht. Da wei├č man derzeit nicht, ob hier echt empfundene Dankbarkeit zum Ausdruck kommt, oder die Freude, dass Merkel endlich Platz macht.

Die Stichwahl zum Parteivorsitz hat Annegret Kramp-Karrenbauer mit 52 Prozent der Delegiertenstimmen knapp gegen Friedrich Merz gewonnen. Nun will sie ÔÇ×die CDU zusammenhalten und erneuern“. Das wird ihr nur sehr schwer gelingen, denn die Merkel-Sekret├Ąrin Kramp-Karrenbauer ist politisch ├Ąhnlich ausgerichtet wie Merkel – Sp├Âtter nennen sie auch schon mal ÔÇ×Merkel-Klon“ oder MINI-Merkel – sie war noch nie Bundestagsabgeordnete und hat nahezu keine bundespolitische und auch keine au├čen- und sicherheitspolitische Erfahrung, au├čerdem war sie als Ministerpr├Ąsidentin des sehr kleinen Saarlandes eher auf Kreis- als auf Landesebene gefordert. So hatte sie noch keine Gelegenheit, Kanzlerqualit├Ąten unter Beweis zu stellen. Mit ihr ist mehr ein treuergebenes ÔÇ×Weiter so!“ zu erwarten als eine Neuausrichtung der CDU. Eine Fortsetzung des alternativlosen Durchregierens mit unzureichenden oder schlechten Ergebnissen, die CDU-Anpassung an den rot/gr├╝nen Mainstream und eine schleichende Sozialdemokratisierung der einst an Werten orientierten Partei der Mitte wollen gro├če Teile der CDU aber nicht und die abgewanderten CDU-W├Ąhler sind der Merkelschen Politik ohnehin mehr als ├╝berdr├╝ssig. Die Werte-Union, die CDU-Mitglieder des Mittelstandes und die eher konservativ, marktwirtschaftlich, sowie ordnungspolitisch eingestellten CDU-Mitglieder trauen ÔÇ×AKK“ den erhofften Neuanfang nicht zu.

Warum wurde Kramp-Karrenbauer trotzdem mit knapper Mehrheit gew├Ąhlt? Die ausschlie├člich an Machtzuwachs und Machterhalt orientierte Merkel war ├╝ber eine sehr lange Zeit Parteivorsitzende. Ihr ist es gelungen, alle f├Ąhigen CDU-Politiker wegzubei├čen, bis auf Wolfgang Sch├Ąuble, der ihr immer intellektuell ├╝berlegen war. ├ťbrig geblieben sind ganz offensichtlich mehrheitlich mutlose, schwache, um ihre Parteikarriere bedachte CDU-Funktion├Ąre und CDU-Apparatschiks, die nicht in der Lage waren, die vermeintlich alternativlose Politik der DDR-sozialisierten und wendehalsigen Vorsitzenden - mehrfach zum Nachteil des deutschen Volkes - zu hinterfragen. So hat sich die CDU zu einem ÔÇ×Kanzlerinnen-Wahlverein“ von willf├Ąhrigen und teilweise beliebigen Abnickern entwickelt.

Solche ├Ąngstlichen und mutlosen Politiker haben Friedrich Merz zusammen mit der Frauenunion verhindert, weil sie sich ihre erfolgreiche Mitwirkung an einem wirklichen Neuanfang im neuen Stil mit neuem Schwung eines Friedrich Merz offenbar nicht zugetraut haben. Aus Angst verpasste Chancen – schade f├╝r die einzige verbliebene aber deutlich geschw├Ąchte Volkspartei CDU und f├╝r Deutschland!

(08.12.2018)

 

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