Hans-Heinrich Dieter

Fehlende sicherheitspolitische Kompetenz   (14.06.2013)

 

Der SPD-Kanzlerkandidat hat bei der Vorstellung seines ÔÇ×Kompetenzteams“ die bekannte Salami-Taktik angewandt, um ├╝ber einen Zeitraum f├╝r die Medien und die ├ľffentlichkeit mit vermeintlich positiven Meldungen im Gespr├Ąch zu bleiben.

Mit den positiven Meldungen h├Ąlt es sich aus Sicht der nicht ber├╝cksichtigten Parteispitze und auch der ├ľffentlichkeit offenbar in Grenzen. Wer Antipathie-Tr├Ąger wie zum Beispiel Schwesig (Familie) und Lauterbach (Gesundheit) in sein Team holt, hat entweder verzweifelten Mut oder will nicht so richtig gewinnen. Der neue Boulevard-Sprecher wird das alles f├╝r das bildungsfernere Volk plakativ erl├Ąutern.

Es f├Ąllt aber auf, dass Steinbr├╝ck keinen Sicherheitspolitiker in sein Kompetenzteam geholt hat. Das kann mehrere Gr├╝nde haben. Entweder der SPD-Spitzenkandidat will neben Kanzler und Finanzen auch diese Kompetenz mit abdecken – ohne sie zu haben. Oder die SPD hat keine ministrablen Sicherheitspolitiker – das w├Ąre eine treffende Einsicht, denn wer wollte schon auf schwache Schwaben wie Arnold zur├╝ckgreifen. Oder Steinbr├╝ck will im Falle des unwahrscheinlichen Wahlerfolges von Rot/Gr├╝n den ÔÇ×Schleudersitz“ den eher "vaterlandsfernen" Gr├╝nen zuschustern. Oder Steinbr├╝ck erachtet gar die Sicherheitspolitik als so unwichtig und nebens├Ąchlich, dass er schlicht vergessen hat, diese Kompetenz in seinem Team abzubilden.

Wie auch immer, auch sicherheitspolitisch interessierte und engagierte B├╝rger sollten sich dieses Steinbr├╝cksche ÔÇ×Kompetenzteam“ sehr genau anschauen und dann bei der Wahl im September die richtige Entscheidung treffen.

(14.06.2013)

 

 

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