Hans-Heinrich Dieter

AKW weiternutzen!   (24.06.2022)

 

Unser nach Fukushima ĂŒberhasteter, in der EU nicht abgestimmter Atomausstieg bis Ende 2022 und die konzeptions- und planlos eingeleitete Energiewende haben erheblichen Schaden fĂŒr die Volkswirtschaft und die Klimabilanz Deutschlands angerichtet. Wir verfehlen regelmĂ€ĂŸig unsere Klimaziele und belasten Haushalte und Unternehmen mit den höchsten Pro-Kopf-Stromkosten in Europa und inzwischen den höchsten Energiekosten in der Welt. Die zehn Jahre seit Fukushima haben wir nicht effektiv genutzt, um die erneuerbaren Energien auszubauen – wir haben dieses Zukunftsprojekt regelrecht verschlafen. Die Windenergie ist nicht so effektiv wie gewollt, weil der Aufbau der Windanlagen an Land durch Bevölkerung und BĂŒrokratie stark verzögert wurde und die Stromtrassen und Leitungen fĂŒr Off-Shore-Anlagen nicht im erforderlichen Maß gebaut wurden. Die Entwicklung der Solarenergie wurde auch nicht effektiv vorangetrieben, weil es unter anderem an SpeicherkapazitĂ€ten fehlt. Und die - damals wie heute - unsinnige Energiewende kommt den Steuerzahler mit der beschlossenen Ausgleichszahlung fĂŒr die Energiekonzerne mit 2,4 Milliarden Euro auch noch sehr teuer zu stehen, wenn die Atomenergienutzung tatsĂ€chlich Ende 2022 eingestellt wird.

Schon bei einer reprĂ€sentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von WamS sprach sich Mitte 2021 jeder zweite BĂŒrger dafĂŒr aus, die bis Ende 2022 geplante Abschaltung der damals noch aktiven sechs Kernkraftwerke wegen der stark steigenden Energiepreise zurĂŒckzunehmen. Ein großer Teil der BĂŒrger hat inzwischen offensichtlich mehr gesunden Menschenverstand als die mehrheitlich rot/ROT/grĂŒnen Politiker, die ideologisch verbohrt in „German Hysteria“ verharren!

Ende 2021 wurden 3 AKW abgeschaltet, die drei derzeit noch aktiven AKW Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 leisten derzeit zusammen 4.285 Megawatt. Angesichts der drohenden StromlĂŒcken aufgrund des russischen Energiekrieges gegen die EU - und vor allem auch Deutschland - wĂ€re es geradezu absurd, die VerlĂ€ngerung der Laufzeit der letzten drei AKW als Sicherheitsreserve aus ideologischen GrĂŒnden abzulehnen.

Die BĂŒrger wissen das inzwischen besser als unsere ideologisch verbohrten rot/ROT/grĂŒnen Politiker. Denn angesichts der hohen Energiepreise und der Probleme mit Gasimporten aus Russland findet eine Mehrheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger eine stĂ€rkere Nutzung von Kohle und Atomkraft inzwischen sinnvoll. Einen Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke ĂŒber das bisherige Ausstiegsdatum Ende 2022 hinaus befĂŒrworteten 61 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen fĂŒr den „Deutschlandtrend“ Infratest dimap. In unserer Demokratie sollte „Volkes Stimme“ berĂŒcksichtigt werden.

Anders als der ideologisierte Teil der Ampel ist der FDP-Vorsitzende Christian Lindner der Ansicht, dass Deutschland in der Energiedebatte auch offen und ideologiefrei ĂŒber RĂŒckkehr zur Atomkraft diskutieren muss. Auch fĂŒhrende Unions-Politiker forderten inzwischen die SPD und die GrĂŒnen auf, ihre Blockadehaltung bei dem Thema aufzugeben. Bayerns MinisterprĂ€sident Söder meint gegenĂŒber dem Handelsblatt, die infolge des angestrebten geringeren Einsatzes von Gas zur Stromproduktion drohenden StromlĂŒcken dĂŒrften durch „leichtfertiges Abschalten“ der Kernkraft nicht noch zusĂ€tzlich vergrĂ¶ĂŸert werden. Und der WirtschaftsflĂŒgel der CDU forderte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) auf, einer LaufzeitverlĂ€ngerung der verbliebenen drei Atomkraftwerke in Deutschland zuzustimmen.

Habeck weniger sinnvoll tatkrĂ€ftig als wortgewaltig, warnt vor einem harten Winter: „Wir sind jetzt schon da, wo Deutschland nie war.“ … „Es wird auf jeden Fall knapp im Winter!“ … „Wenn das Gas nicht ausreicht, mĂŒssten bestimmte Industriebereiche, die Gas benötigen, abgeschaltet werden.“ Das hĂ€tte zur Folge, dass „Unternehmen ihre Produktion einstellen mĂŒssen, ihre Arbeiterinnen und Arbeiter entlassen, dass Lieferketten zusammenbrechen, Leute sich verschulden, um ihre Heizrechnung zu bezahlen, dass Menschen Ă€rmer werden, dass Frust sich ins Land frisst.“ Und da will Habeck nicht alle Reserven zum Wohle der deutschen Bevölkerung und Wirtschaft nutzen?

Die Lage ist offenbar ernst und Habeck appelliert hauptsĂ€chlich an die BĂŒrger, die Heizung ein Grad zurĂŒckzustellen und möglichst kurz zu duschen, weil „jede Megawattstunde zĂ€hlt!“ Damit wird der Herr Minister seinem Amtseid nicht gerecht. Die FDP muss weiter auf die Ampel einwirken und die CDU/CSU muss alle Oppositionskraft aufbieten, um die verbohrten rot/grĂŒnen Ideologen zur Vernunft zu bringen.

(24.06.2022)

 

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https://www.hansheinrichdieter.de/html/dtideologischeverbohrtheit.html

https://www.hansheinrichdieter.de/html/peinlicheenergiewende.html

 

 

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