Hans-Heinrich Dieter

Versagen der Vereinten Nationen   (13.04.2017)

 

Was ich am 13.10.2016 zur Ohnmacht der Vereinten Nationen geschrieben habe, ist im Zusammenhang mit dem jetzigen 8. Veto Russlands gegen eine UN-Resolution im 7. Jahr des syrischen B√ľrgerkrieges immer noch zutreffend.

Die Handlungsunf√§higkeit der UNO wird durch die √ľberholte Struktur des Weltsicherheitsrates und die zunehmend nationalistisch agierenden Veto-M√§chte USA, Russland und China hervorgerufen. Eine schnelle Verbesserung der politischen Verh√§ltnisse der Veto-M√§chte zueinander ist nicht zu erwarten.

Die derzeitige Lage mit einer Vielzahl von Krisen, mit starken Bedrohungen durch islamistischen Terror und mit der st√§rksten Fl√ľchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg schreit geradezu nach friedensf√∂rdernder Aktivit√§t der UN und deswegen muss die Selbstblockade und Paralyse der Weltgemeinschaft endlich √ľberwunden werden. Das geht nur mit grundlegenden Reformen, - haupts√§chlich des Weltsicherheitsrates - die schon vor langer Zeit angesto√üen aber nicht voran getrieben wurden.

Mit solchen Reformen k√∂nnten die UN zeigen, dass sie es nicht l√§nger hinnehmen wollen, wenn Vetom√§chte wie Russland eine an Frieden, demokratischen Werten und an humanit√§ren Zielen orientierte Politik der internationalen Staatengemeinschaft blockieren und eine nicht mehr gerechtfertigte herausgehobene Rolle spielen. Und nur mit solchen Reformen k√∂nnen die Vereinten Nationen ihre Glaubw√ľrdigkeit und Handlungsf√§higkeit zur√ľckgewinnen.

Die sogenannten ‚ÄěVereinten Nationen“ m√ľssen wieder eine handlungsf√§hige Organisation vereinter Nationen werden, die bereit sind, die zunehmende Zahl der Probleme in unserer globalisierten und ‚Äěaus den Fugen geratenen Welt“ gemeinsam und auf der Grundlage demokratischer Mehrheitsentscheidungen zu l√∂sen.

(13.04.2017)

 

 

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