Hans-Heinrich Dieter

Politische Feiglinge 2   (01.02.2016)

 

Emp√∂rungsrituale ersetzen in der Demokratie nicht die politische Diskussion und die √úberzeugungarbeit durch bessere, stichhaltige und √ľberzeugende Argumente.

Die Aussagen von AfD-Politikern zum Schusswaffengebrauch zur Grenzsicherung sind nicht gerichtstauglich, missverst√§ndlich, sind schwer ertr√§glich und politisch einfach auch dumm, weil sie nat√ľrlich auch ungewollte Emp√∂rung hervorrufen. Das rechtfertigt aber nicht die Verweigerung einer politischen Auseinandersetzung und die teilweise unsachliche Verleumdung des politischen Gegners sowie die Beleidigung von B√ľrgern, die m√∂glicherweise diesen politischen Gegner w√§hlen wollen.

Die SPD bekr√§ftigt derweil ihre Diskussions-Verweigerung, weil sie sich offensichtlich nicht in der Lage sieht, die Argumente der AfD sachlich zu entkr√§ften. Selbst der linke Scharfmacher Stegner kann sich in der Talkshow bei Maischberger nur durch plumpe Polemik der Argumente von Frau Petri ‚Äěerwehren“, aber durch fehlende Sachargumente keinen B√ľrger √ľberzeugen - schon √ľberhaupt nicht Frau Petri ‚Äěentzaubern“. SPD-Politiker belassen es da lieber bei schlichten - teilweise verleumderischen - Behauptungen und einseitigen Feststellungen. Der SPD-Politiker M√ľtzenich behauptet, die AfD sei auf dem Weg zur NPD. SPD-Vizechef Thorsten Sch√§fer-G√ľmbel sagt: ‚ÄěDie AfD ist so brandgef√§hrlich wie die NPD oder jede andere rechtsradikale Partei.“ Politiker und Medien wie die FRANKENPOST belegen die AfD-Politiker mit Begriffen wie ‚ÄěRattenf√§nger“: ‚ÄěDas Geschw√§tz der Rattenf√§nger der AfD treibt einen Keil in die Gesellschaft. Wer √∂ffentlich fordert, als Staat auf Menschen zu schie√üen, die bei uns Zuflucht suchen, verl√§sst den Boden der Verfassung. Solche braunen Dummdenker wollen mit ihrer widerw√§rtigen Demagogie hetzen und √Ąngste sch√ľren. Diese Forderung entlarvt die AfD als das, was sie tats√§chlich ist: Eine Nazi-Partei in der Maske des b√ľrgerlichen Anstandes.“ Und die WELT meint: ‚ÄěHier sind k√ľhl kalkulierende Lumpensammler auf Beutejagd. So verwildert man die Debattenkultur, so kann man eine Verfassung sturmreif schwadronieren. Das darf nicht durchgehen.“

Diskussionsverweigernde Politiker und Journalisten von Medien dieser Qualit√§t erkennen nicht, dass sie potentielle W√§hler der AfD als ‚ÄěRatten“ oder als ‚ÄěLumpen“ verunglimpfen und Trotzreaktionen geradezu provozieren. Die FRANKENPOST redet von ‚ÄěGeschw√§tz“ ohne die Argumente als tats√§chliches Geschw√§tz zu entlarven. Sie wirft ‚Äěbraunen Dummdenkern“ Hetze vor und merkt im Gef√ľhls√ľberschwang nicht, dass sie nicht nur mit der Diffamierung ‚ÄěNazi-Partei“ selbst massiv hetzt. Nicht nur dieses fragw√ľrdige journalistische Machwerk tr√§gt mit vielen anderen vergleichbaren Medienerzeugnissen und Politikeraussagen zu der von der WELT beklagten Verwilderung der Debattenkultur bei. 

Im Interview mit dem Deutschlandfunk erkennt der SPD-Vizefraktionschef durchaus, dass eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD erforderlich ist. Da aber SPD-Politiker dazu nicht in der Lage und zu feige sind, sieht er die Medien in der Pflicht: ‚Äě…dann m√ľssen sich insbesondere auch die Medien fragen, welches Gedankengut wird von dieser AfD dann auch publikumswirksam verbreitet und wie geht man insbesondere damit um. Ich finde, das muss eine Diskussion insbesondere innerhalb der Medienlandschaft sein.“  Die FRANKENPOST wird dazu wohl keinen Beitrag leisten k√∂nnen. Mit solchen Politikern k√∂nnte man geradezu Mitleid entwickeln! 

Je plumper, angstvoller und erkennbar feige SPD-Politiker sich der politischen Diskussion verweigern, desto mehr Zulauf wird die AfD leider haben.

(01.02.2016)

 

 

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