Hans-Heinrich Dieter

Der Islam geh√∂rt noch nicht zu Deutschland!   (06.04.2017)

 

Die derzeitige Sicherheitslage in Deutschland macht in mehrfacher Hinsicht deutlich, dass der anbiedernde Satz des gescheiterten Bundespr√§sidenten Wulff, ‚ÄěDer Islam geh√∂rt zu Deutschland“ geschichtsvergessen, kulturvergessen, verantwortungslos oberfl√§chlich, sachlich falsch und politisch -zumindest - t√∂richt war. Dass Kanzlerin Merkel nach anf√§nglicher Ablehnung von Multi-Kulti-Ans√§tzen den Satz sp√§ter aus opportunistischen Erw√§gungen im Zusammenhang mit der T√ľrkei dann doch best√§tigt hat, macht diesen t√∂richten Satz nicht besser.

Damit ein an unser Grundgesetz ‚Äěangepasster Islam“ vielleicht irgendwann einmal zu Deutschland geh√∂rt, werden derzeit neue Gesetze geschaffen. Ein aktueller Gesetzesentwurf verbietet die Kinderehe, die in muslimischen L√§ndern m√∂glich und nicht un√ľblich ist. Der Schutz von Kindern ist in Deutschland ein hohes Gut und ein durch ‚ÄěZwangsehe“ gesch√ľtzter Kindesmissbrauch darf nicht zu Deutschland geh√∂ren.

Der CDU-Politiker Spahn ist mit einer Forderung nach einem Islamgesetz in die √Ėffentlichkeit getreten. Die stellvertretende CDU-Parteivorsitzende Julia Kl√∂ckner unterst√ľtzt die Schaffung eines solchen Islamgesetzes, mit dem man ‚Äědie Rechte und Pflichten der Muslime in Deutschland auf eine neue rechtliche Basis stellen“ k√∂nnte. Laut Kl√∂ckner soll in einem solchen Islamgesetz unter anderem der rechtliche Status der Moschee-Vereine festgelegt und ihre Finanzierung aus dem Ausland verboten werden. Kl√∂ckner sprach sich zudem f√ľr ein Moscheen-Register aus, damit man zuk√ľnftig wisse, ‚Äěwie viele Moscheen es in unserem Land gibt, wo sie sind, wer Tr√§ger und wer Finanzier ist“. Ferner soll ein Anspruch auf muslimische Seelsorger in Gef√§ngnissen, Krankenh√§usern und Pflegeheimen sowie das Recht auf islamische Bestattungen geregelt werden. Ein solches Islamgesetz kann dazu beitragen, dass radikal-islamische Ideen nicht weiter um sich greifen, dass eindeutig geregelt ist, wer f√ľr welche Gruppe der religi√∂s, ethnisch und politisch unterschiedlich gepr√§gten Muslime legitimierter Ansprechpartner ist, und dass die ‚ÄěSpielregeln“ f√ľr das Zusammenleben in unserer Gesellschaft auf der Basis des Grundgesetzes definiert sind. Ein Islamgesetz w√§re eine gute Grundlage, um die Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft zu erleichtern. Es ist typisch f√ľr unsere verkommene Diskussionskultur in Deutschland, dass ein solcher Vorschlag nicht sachlich diskutiert, sondern sofort mit platten und ideologisierten Spr√ľchen und Stereotypen kaputtgeredet und verleumdet wird. Eine verpasste Chance!

Denn es gibt ja deutliche kulturelle Unterschiede und Unvereinbarkeiten des Islam mit unserer Demokratie, die es zu √ľberwinden gilt und die nicht einfach mit dem Hinweis auf Religionsfreiheit √ľbergangen werden k√∂nnen. Deswegen kann man feststellen, dass jeder s√§kulare Muslim und jede Muslima, die nach unseren freiheitlichen und rechtsstaatlichen Vorstellungen mit uns zusammenleben m√∂chten, bei uns als Mitb√ľrger willkommen sind und zu Deutschland geh√∂ren, das trifft aber auf viele Muslime noch nicht zu. Insofern ist der Islam noch kein Teil Deutschlands und seiner Kultur, wohl aber die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Auspr√§gungen des Islam ein Teil deutscher Realit√§t. Dieser Auseinandersetzung m√ľssen wir uns ernsthaft und respektvoll stellen, wenn Integration gelingen soll.

Denn der Islam ist eine Weltreligion und der Glaube sowie die Religionsaus√ľbung der Muslime sind zu respektieren und zu sch√ľtzen. In Deutschland sind Glaubens- und Religionsfreiheit, anders als in islamisch gepr√§gten Staaten, garantiert. Der Islamismus ist – wie alle Ismen – auf der Grundlage einer fundamentalistischen Interpretation des Koran eine √úbersteigerung der Gottesstaatvorstellungen und eine √úberspitzung des Religi√∂sen in Richtung von Ideologie und eines Fanatismus, der auch Terror und andere Verbrechen zur Erreichung religi√∂s verbr√§mter Ziele nutzt. Aber der Islam ist nicht gleich Islamismus und Muslime sind per se keine Terroristen. Auch Muslime in Deutschland sind zuallererst unsere Mitb√ľrger. Der Islam ist aber - anders als die muslimischen Organisationen behaupten - keine Religion des reinen Friedens. Das beginnt damit, dass Christen und Juden als ‚ÄěUngl√§ubige“ in den Augen von Muslimen nicht gleichwertig sind.

Und was die j√ľngste Geschichte des islamistischen Terrors anbetrifft, muss man feststellen, dass die barbarischen Verbrechen nicht von un-islamischen Killern ver√ľbt wurden, sondern von radikalisierten Islamisten, die ihre Berechtigung f√ľr den gewaltsamen Dschihad aus dem Koran ableiten und sich bei ihren m√∂rderischen Untaten jeweils auf den Propheten berufen, den es zu r√§chen g√§lte. Deswegen kann man die von Islamisten ver√ľbten terroristischen Taten nicht klar vom Koran trennen, der f√ľr alle Muslime gilt. Deswegen ist es falsch zu behaupten, Islamismus, Salafismus habe √ľberhaupt nichts mit dem Islam zu tun. Die teilweise m√∂rderischen Kreuzz√ľge, die Inquisition und der Kindesmissbrauch durch einige katholische Geistliche sind ja auch nicht vom Christentum zu trennen. Und wenn wir es in Deutschland derzeit mit √ľber 10.000 Salafisten zu tun haben, von denen eine nicht geringe Zahl als Gef√§hrder eingestuft werden, dann wird das Problem deutlich. Dieser Teil des Islam darf nicht zu Deutschland geh√∂ren!

Ein Grund f√ľr wachsende Ressentiments der Bev√∂lkerung ist aber auch die Religion des Islam und ihre Aus√ľbung an sich. In einigen Gro√üst√§dten haben sich Parallelgesellschaften gebildet, in denen der Islam nicht unbedingt im Einklang mit unserer Verfassung praktiziert wird. F√ľr die Scharia darf in Deutschland aber kein Platz sein, es darf keine Zwangsheiraten geben, Ehrenmorde m√ľssen gerichtlich verfolgt und nicht durch muslimische Schiedsleute geregelt werden und nicht-muslimische, unverschleierte Frauen und M√§dchen m√ľssen sich auch in Brennpunktbereichen bewegen k√∂nnen, ohne als Hure beschimpft und bel√§stigt zu werden. Au√üerdem m√ľssen auch muslimische B√ľrger vorbehaltlos unsere demokratische Werteordung anerkennen und dazu geh√∂rt auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau - nicht nur vor dem Gesetz. Bei uns darf die Frau durch Heirat nicht einfach das ‚ÄěEigentum" des Mannes werden. Diesem Anspruch werden viele muslimische Migranten bisher nicht gerecht, weil sie einem anderen Kulturkreis entstammen und darin teilweise weiterleben.

Und muslimische Ausw√ľchse, die unsere Ordnung und unseren Frieden in Deutschland empfindlich st√∂ren, wie Hasspredigten in Moscheen oder Radikalisierung von Strafgefangenen in Haftanstalten und Ausspionieren von Migranten und deutschen B√ľrgern durch islamische Geistliche m√ľssen mit aller Macht unterbunden werden. Und wir d√ľrfen es nicht zulassen, dass sich Muslime unterschiedlicher Glaubensauslegung und ethnischer Herkunft auf deutschem Boden bek√§mpfen und die m√∂rderischen und barbarischen Ausw√ľchse der Religionskriege im Nahen Osten in Miniatur nach Deutschland tragen. Es reicht schon, dass Erdogan die in Deutschland lebenden T√ľrken zum Nachteil unserer Gesellschaft tief gespalten hat.

Nur ein an unser Grundgesetz ‚Äěangepasster Islam“ kann irgendwann einmal zu Deutschland geh√∂ren - das bedarf noch gro√üer Anstrengungen!

Bei Interesse lesen Sie auch:

http://www.hansheinrichdieter.de/html/konzeptionslos.html

http://www.hansheinrichdieter.de/html/enttaeuschendekanzlerinmerkel.html

http://www.md-office-compact.de/SchlussmitMultikulti.htm

 

 

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